Aktuelle Berichte der Korbacher Grünen

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Mit Zuversicht in den Kommunalwahlkampf 2016

Korbacher Grüne wählen ihre Liste für die Kommunalwahl 2016

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v.l. Dirk Frielitz, Bernd Kramer, Heinrich Pohlmann, Heike Kramer, Daniel May, Werner Welsch, Manfred Dönitz, Peter Mangold und Alexander Krüger. ( nicht auf dem Bild Friedrich Bachmann )

Mit großem Selbstbewustsein treten die Grünen bei der kommenden Kommunalwahl an:Wir wollen weiterhin die drittstärkste Fraktion im Korbacher Parlamant beleiben. Starke Grüne haben der Stadt in den letzten Jahren gutgetan. In vielen Punkten, wie der Foderung nach mehr Bürgerbeteiligung, beispielsweise bei der Ausrichtung des Hessentages, oder bei ökologischen Fragen, wie zum Beispiel beim kommunalen Klimaschutz, haben wir immer noch ein Alleinstellungsmerkmal, "betont Heike Kramer, Spitzenkanditatin der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen und Fraktionsfvorsitzende im Korbacher Stadtparlament.

Sie ist seit 2009 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und arbeitet als pädagogische Fachkraft in der Karl-Preising Schule Bad Arolsen.

Auf Platz zwei folgt Daniel May, der die GRÜNEN auch im Landtag vertritt. Trotz einiger Erfolge, die im Bereich der Ökologie erreicht werden konnten, beispielsweise durch die Selbstverpflichtung der Stadt als "Fairtrade-Stadt", gebe es hier noch großen Handlungsbedarf. "Klima, Umwelt-, Tier und Naturschutz sind auch Aufgaben der kommunalen Ebene, für die wir uns weiter einsetzen wollen."

Werner Welsch, bisheriger Geschäftsführer der Fraktion, freut sich über die Eröffnung der Bahnstrecke Korbach- Frankenberg, die Korbach zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt macht und wichtige Impulse bei der Schaffung von Arbeitsplätzen setzt, so z.B. im geplanten Instandhaltungswerk für Diesel- Triebwagen in Korbach. Der pensionierte Förderschullehrer und bekannte Bundesliga- Statistik- Experte ist auf Platz 3 der Liste.

Stadtrat Bernd Kramer auf Platz 4 der Liste weist auf die Erfolge bei der Sanierung des Korbacher Haushalts hin: Hier waren die Anträge der Grünen zu Einsparungen im Bereich Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sehr zielführend und haben zu massiven Einsparungen geführt. Die von den Grünen angeregte Erhöhung der Spielapparatesteuer hat die Einnahmesituation um mehrere Hunderttausend Euro pro Jahr verbessert." Der Diplom- Agraringenieur und Leiter des Hofguts Rocklinghausen sieht in den kommenden Jahren noch große Herausforderungen auf die Stadt zukommen, die es gemeinsam anzupacken gilt.

Dr. Manfred Dönitz freut sich über die Verkehrsberuhigung vor dem Altersheim Am Nordwall und den Ausbau des Radwegenetzes. Er ist auf Listenplatz 5 und engagiert sich ehrenamtlich im Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Korbach. Die Korbacher Politik der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen nach ihrer Zuweisung hat bisher ein hohes Maß an Akzeptanz in der Bevölkerung geschaffen." Der pensionierte Hausarzt will sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen: Wir müssen die Flüchtlinge mitten in unsere Gesellschaft aufnehmen, sie fordern und fördern, dürfen dabei keine Ghettos zulassen, die sich zu Parallelgesellschaften mit großen Risiken entwickeln könnten."

Die Korbacher Grünen sehen viele Aufgaben, die in den nächsten Jahren zu bewältigen sind, wie Integration der Flüchtlinge, Vorbereitung auf den möglichen Hessentag 2018 mit den Chancen, Projekte wie den Rathausneubau und die Neugestaltung der Fußgängerzone umzusetzen. Dazu kommen die Haushaltskonsolidierung unter besonderer Berücksichtigung der Folgekosten des Hallenbaddebakels und der weitere ökologische Umbau der Gesellschaft.

Starke Grüne braucht die Stadt!", hierin sind sich die Korbacher Grünen einig.

Auf dem Foto sind die Kandidatinnen und Kandidaten der ersten zehn Listenplätze zu sehen.

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Korbacher Grünenfraktion mit Minister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) bei der Bahnstreckeneröffnung   Korbach-Frankenberg in Herzhausen am 11.September 2015.

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Jung und alt gemeinsam gegen Atomkraft ! Fukushima Mahnwache am 14.03.2015

Offener Brief an die Bürgerinitiative Korbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der „Energiewende“ reagiert die Bundesrepublik Deutschland auf den Klimawandel, der weltweit die Lebensgrundlagen von vielen Millionen Menschen bedroht.

Deshalb hat sich die Bundesregierung, genau wie viele andere Regierungen, dazu verpflichtet, den Ausstoß klimarelevanter Gase möglichst schnell und deutlich zu vermindern.

Hierzu sind Maßnahmen in den Bereichen Stromerzeugung, Wärme, Verkehr und konventionelle Landwirtschaft erforderlich.

Die Minderungsziele für Kohlendioxid sind ohne eine drastische Reduktion der Kohleverstromung nicht zu schaffen. Insbesondere die Braunkohle mit dem höchsten CO2 Ausstoß pro erzeugter Kilowattstunde wird hier betroffen sein. Durch Schaffung von Kohlekraftwerken sind erhebliche Einschnitte in ganze Landstriche und Dörfer getätigt worden.

Da sich erfahrungsgemäß leider Energieeinsparungen kaum realisieren lassen (zu einer Änderung ihres Mobilitäts-oder Reiseverhaltens, ihrer Konsumgewohnheiten usw. sind nur wenige bereit), sind die vom Netz gehenden Kapazitäten von Atom- und Kohlekraftwerken durch heimische, regenerative Energien zu ersetzen.

Idealerweise sollte der benötigte Strom auch dort produziert werden, wo er gebraucht wird, um den Leitungsausbau zu begrenzen und nicht die Belastungen der Stromerzeugung anderen Regionen aufzubürden.

Dabei werden die Windkraft, Photovoltaik und Solarthermie die tragenden Säulen sein.

Jegliche Art von Energieerzeugung ist mit Belastungen verbunden.

Die sicherlich schonendste Art ist Solarenergienutzung auf vorhandenen Dachflächen. Leider wurde durch die amtierende CDU-SPD Bundesregierung die Bedingungen der Nutzung derart verschlechtert, dass die Neubauraten auf etwa ein Viertel zurückgegangen sind.

Die Windenergie wird den Hauptteil der Strommenge künftig liefern müssen, da mit ihr auf kleinem Raum viel Energie bereitgestellt werden kann. Die Technik ist ausgereift, die Flächeninanspruchnahme ist gering und die Stromgestehungskosten sind am günstigsten.

Deshalb herrscht hessenweit unter den großen Parteien und Naturschutzverbänden Konsens, dass der notwendige Windenergieausbau auf 2 % der Fläche erfolgen soll. Das laufende Verfahren dient dazu, Flächen zu finden, wo dies technisch sinnvoll ist und die immer vorhandenen Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt möglichst gering sind.

Der Korbacher Stromverbrauch ist seit Jahren etwa konstant hoch und lag 2009 bei 157 Mio Kilowattstunden. (Landkreis 950). Selber erzeugt in den beiden Biogasanlagen, der Müllverbrennungsanlagen, Blockheizkraftwerken, Photovoltaikanlagen und den bisherigen Windmühlen wurden ca. 24 Mio KWh. Wenn man diese Stromerzeugungslücke vor Ort schließen will, bedeutet dies eine Zubaunotwendigkeit von etwa 20 Windkraftanlagen.

Wir gehen davon aus, dass die nun anstehende Standortauswahl in einem rechtsstaatlich sauberen Verfahren mit nachvollziehbaren, öffentlich gemachten Kriterien, die vielfach auch einer verwaltungsgerichtlichen Überprüfung standhalten werden müssen, erfolgt.

Wir freuen uns über Ihr zum Ausdruck gebrachtes Interesse am Naturschutz. Bei der Ausweisung von FFH-Naturschutzgebieten vor einigen Jahren war leider von Stadt und Ortsteilen noch einiger Widerstand gekommen. Hätten wir heute mehr und größere Schutzgebiete, in denen sich eine hochwertige Naturausstattung nachweisen ließe, kämen Windkraftanlagen an solchen Orten kaum in Frage. Auch unsere Bemühungen um mehr Naturschutz im Stadtwald durch eine umweltgerechte Bewirtschaftung nach den FSC-Kriterien wurden leider noch nicht umgesetzt. In vielfach vorhandenen monotonen Fichten – und Douglasienforsten lässt sich kein Roter Milan nieder und auch andere seltene Tierarten kommen dort eher nicht vor. Argumente gegen Windkraftanlagen würden in einem solchen Wald kaum Bestand haben.

Die von Ihnen angeführten Beeinträchtigungen sind im Vergleich zu anderen Formen der Energieerzeugung sehr gering und ihre Einschätzung in diesen Punkten teilen wir nicht.

Aufgrund des Mindestabstandes von 1km sind etwaige Schallemissionen nicht wahrnehmbar. Der emittierte Infraschall liegt weit unter anderen natürlichen Quellen bzw. anderen Zivilisationsquellen (Verkehr, Industrie) und ist ab 600m Entfernung zur Windenergieanlage nicht wahrnehmbar, wie jüngst eine Untersuchung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt ergeben hat. Stoffliche Emissionen über die Luft wie zum Beispiel Quecksilber, Staub oder Stickstoffverbindungen wie sie der Bevölkerung beispielsweise von der Müllverbrennungsanlage zugemutet werden, fallen selbstredend hier nicht an. Beeinträchtigungen des Fremdenverkehrs wurden in anderen Regionen, die bereits über ausgebaute Windenergieflächen verfügen nicht festgestellt. Bei der Genehmigung der einzelnen Anlagen wird von den Genehmigungsbehörden sehr genau auf etwaige Konflikte mit dem Naturschutz geachtet.

Aufgrund der vorgenannten überragenden Bedeutung für den Umwelt- und Klimaschutz und die Energiewende bei gleichzeitigem Schutz von Mensch und Natur befürwortet die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Pläne zu Errichtung von Windvorrangflächen in Korbach.

 

Hier die Anfrage der BI Korbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

voraussichtlich am 12. Mai 2015 wird das Stadtparlament Korbach einen Beschluss zu den geplanten Windvorrangflächen in der Korbacher Gemarkung fassen. Im Vorfeld dieser Abstimmung wird sich in Ihrer wie auch in den anderen Fraktionen des Stadtparlaments der Willensbildungsprozess zu diesem Thema vollziehen.

Wir vom Vorstand der Korbacher Bürgerinitiative für den Erhalt unseres Naherholungsgebietes Korbach sowie des Naturparks Diemelsee und gegen die geplanten Windräder in den Korbacher Wäldern würden uns sehr freuen, wenn Sie uns die Meinung Ihrer Fraktion zu diesem Thema mitteilen. Durch eine Veröffentlichung Ihrer Antwort auf unserer Homepage www.bi-korbach.de würden somit Ihre Argumente und Standpunkte einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht.

Insbesondere interessiert uns, wie auch sehr viele Bürger in Korbach und unseren Ortsteilen, ob Sie den nachfolgend genannten Punkten zustimmen:

  1. Ein vernünftiges Gesamtkonzept zur Energiewende fehlt.
    Energiewende kann nur gelingen, wenn wir uns zurück besinnen auf die eigentlichen Ziele: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit. Auch die Bereiche Wärmeenergie und Verkehr müssen berücksichtigt werden. Die Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung sollten stärker in den Focus gestellt werden.

  2. Wald ist nicht nur eine Sache der Bäume, sondern eine Sache der Menschen.
    „Ein Ausflug in den Wald stärkt die Gesundheit, Bewegung, frische Luft, Ruhe und eine natürliche Umgebung sind das, was uns hilft, dem stressigen und von Hektik geprägten Alltag von jetzt auf gleich zu entfliehen."
    Die Erholungsfunktion Wald wird zu Lasten des Menschen aufgegeben.

  3. Korbacher Naherholungsgebiete werden zu Industrieparks mit bis zu 200 m hohen Windrädern.

  4. Der Naturschutz bleibt auf der Strecke (Rotmilan, Schwarzstorch, Fledermäuse).

  5. Infraschall, der von diesen riesigen Anlagen ausgeht, bedroht unsere Gesundheit
    (Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Ohrgeräusche usw. In Dänemark werden
    deshalb bis zur Veröffentlichung einer von der Regierung in Auftrag gegebenen
    neuen Studie im Jahr 2017 über die Auswirkungen von Infraschall nur noch
    wenige neue Anlagen genehmigt.)

  6. Häuser und Grundstücke in der Nähe der geplanten Anlagen erfahren eine deutliche Wertminderung.
    Die Lebensqualität sinkt.

  7. Die sommerlichen Grillabende auf der Terrasse werden akustisch und bei direktem Sichtkontakt mit rotem Blinklicht optisch „aufgewertet“.

  8. Touristen, die hier Ruhe und intakte Natur suchen, werden abgeschreckt und bleiben aus.

  9. Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will:
    Die Natur.

Heike Kramer zur Nachfolgerin von Dr. Peter Koswig gewählt

 

Nach dem Ausscheiden von Dr. Peter Koswig aus der Stadtverordnetenversammlung hat die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Heike Kramer als ihre Vorsitzende gewählt. Die 54jährige Förderpädagogische Fachkraft ist seit 2009 Mitglied des Stadtparlaments. Sie arbeitet im Kooperationsmodell der Karl-Preising-Schule, Bad Arolsen, in der Grundschule Villa R in Volkmarsen. „Ich freue mich, dass Heike Kramer zur neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt worden ist. Sie bringt die notwendige Energie, Erfahrung und Gelassenheit mit. Ich bin mir sicher, dass sie die Sache der GRÜNEN gut vertreten wird“, lobt ihr Vorgänger Dr. Koswig.

 

Als ein Schwerpunktthema für das kommende Jahr benannte die neue Fraktionsvorsitzende, die Frage der Bürgerbeteiligung beim geplanten Rathausneubau voran zu bringen. Die GRÜNEN hatten bei den Haushaltsberatungen gefordert, eine Bürgerbefragung als Abstimmung über die Neubaupläne durchzuführen. „In Zeiten knapper Kassen ist ein solches Großprojekt nicht unumstritten, zumal die Bürgerinnen und Bürger mit dem Pfusch beim Hallenbad gerade schlechte Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht haben. Daher ist es wichtig, größtmögliche Bürgerbeteiligung zu gewährleisten“, betont Heike Kramer.

 

Ein weiteres Thema für das kommende Jahr sei es die Situation für Radfahrer attraktiver zu machen. „Spätestens seit dem Aufkommen der elektrisch unterstützten Pedelecs wird Radfahren auch in Korbach immer beliebter. Es fehlt aber an einem Radwegenetz, das auch den Namen „Netz“ verdient hat. Mein Ziel ist es, dass die Stadt hier endlich ihre Hausaufgaben macht und Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wahrnimmt.“

 

Auch die Verbesserung der politischen Streitkultur sei ihr ein Anliegen. „Ich möchte mich im Stadtparlament für ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung einsetzen. Die Frage, wie sich die Politik auch im Umgang untereinander präsentiert, ist zentral für ihre Akzeptanz. Das heißt nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern sie auf sachlicher -nicht persönlicher- Ebene auszutragen“, so Heike Kramer abschließend.

Korbacher Grünen Fraktion

Dr. Peter Koswig zieht sich aus Stadtparlament zurück,Peter Mangold rückt nach

Grünen Fraktionschef Dr. Peter Koswig beendet zum Jahreswechsel seine Mitgliedschaft in der Korbacher Stadtverordnetenversammlung. „Ich gebe das Mandat aus persönlichen Gründen auf. Für die GRÜNEN werde ich mich weiter engagieren“, so Dr. Koswig. Er gehörte dem Stadtparlament seit 2011 an und war in den letzten beiden Jahren Vorsitzender seiner Fraktion. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Daniel May lobte das Engagement von Dr. Koswig: „Er hat zahlreiche Initiativen auf den Weg gebracht. Beispielsweise stammt die Inititative, dass Korbach zur Fairtrade-Stadt wird, aus seiner Feder. Auch hat er immer wieder die Belange des Naturschutzes auf die Tagesordnung gebracht und das Handeln der Verwaltung und deren Vorlagen stets kritisch hinterfragt. Er hat in seinen knapp vier Jahren als Stadtverordneter sehr vieles angestoßen.“ Für Dr. Koswig rückt Peter Mangold nach. Der Korbacher Bauingenieur hat im Kreistag, dem er für eine Wahlperiode angehörte, bereits kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt. Er engangiert sich zudem seit längerem im Kreisvorstand der GRÜNEN und führt die Kasse des GRÜNEN Stadtverbandes. Wer den Fraktionsvorsitz von Dr. Koswig übernehmen wird, entscheidet die Fraktion in einer Sondersitzung am 5. Januar.

Pressemitteilung
Hallenbad – Grünen Vorstand:     Kein vorschneller Aktionismus

Korbach. Der Vorstand der Korbacher Grünen hält die Eile zur Gründung einer Bäderbetriebsgesellschaft für nicht geboten und warnt davor, jetzt unnötig Geld zu verbrennen.
Wir verweisen darauf, dass vor dem Vorliegen des letzten gerichtsfesten Gutachtens nicht mit der Sanierung begonnen werden kann, um keine Beweise zu vernichten.
„Wir gründen jetzt eine Gesellschaft mit einem gut bezahlten Geschäftsführer, der derzeit keinerlei Aufgaben hat“, sagt Harald Rücker, Mitglied im Grünen-Vorstand und im Gesellschafterausschuss-Bad (GA-Bad).
Der vom Gericht bestellte Gutachter für das Verkeimungs-Gutachten hat seine Mitarbeit noch nicht zugesagt und somit steht auch noch kein Termin für eine Begutachtung an.
Die Experten gehen überdies davon aus, dass dieser Gutachter sich bei der komplexen Thematik noch 2-3 Untergutachter dazu nimmt. Diese spezialisierten Gutachter gibt es nicht wie Sand am Meer und so muss damit gerechnet werden, dass sich die gerichtsfeste Belegung der Mängel noch hinzieht.
„Die Stadtverwaltung kann die Gründung einer Gesellschaft und die Ausschreibung eines Geschäftsführerpostens vorbereiten und damit starten, wenn der Gutachter den ersten Termin zur Besichtigung vereinbart hat. Das ist früh genug“, meint Peter Mangold vom Grünen-Vorstand.
Erfahrungsgemäß dauert die Erstellung eines Gutachtens über so eine Problematik auch einige Zeit.
Selbst wenn es mit den Gutachten schneller gehen sollte und bei Sanierungsbeginn die Gesellschaft noch nicht gegründet ist, wäre das aus Sicht der Grünen kein Problem. Denn der GA-Bad hat schon EWF damit beauftragt einen geeigneten Architekten für die anstehende Sanierung auszusuchen, der mit den Sanierungs-Planungen beginnen und Ausschreibungen vorbereiten soll.
Die Sanierung könnte auch von EWF, unter der Regie des GA-Bad, ausgeführt werden.
„Strittige, nicht systemrelevante Punkte, bei denen EWF-Geschäftsführer Schaller sein Veto eingelegt hat, würden erst einmal nicht saniert und könnten dann in der nächsten Sommerpause geändert werden“, schlägt Rücker vor.
Das beträfe u.a. die Sprungtürme und die Beckenbeleuchtung. Der neue Geschäftsführer könnte dann z.B., wie im bereits vorliegenden gerichtsfesten Gutachten vorgeschlagen, einen zweiten Schwimmmeister am Becken einsetzen, bis in der nächsten Sommerpause die Beleuchtung optimiert wird.
Grundsätzlich sollte aber auch die Gründung einer GmbH und die Stellenausschreibung eines Geschäftsführers kritisch betrachtet werden. Einen Bäderleiter könnte die Stadt auch ohne teure GmbH einsetzen. „Und wir fragen uns, ob der Geschäftsführer eines frisch sanierten Hallenbades und eines überschaulichen Freibades so viele Aufgaben hat, dass es einer Ganztagsstelle bedarf“, so der Grünen-Vorstand.
„Wir dürfen nicht die angespannte Haushaltslage der Stadt Korbach außer Acht lassen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Koswig.
„Bei 37 Mio. € Schulden, einer im nächsten Jahr startenden Parkplatzneugestaltung im Bereich Parkdeck, einem sanierungsbedürftigen Bauhof und dem Wunsch eines neuen Rathauses, können wir es uns nicht leisten, eine Geschäftsführerstelle zu besetzen und zu bezahlen, wenn die Person noch gar keine Arbeit hat,“ so Koswig abschließend.

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Neubau des Rathauses Korbach:

Mehr Demokratie wagen

Grüne konkretisieren Vorschlag zur Bürgerbefragung

Die GRÜNEN in der Korbacher Stadtverordnetenversammlung haben ihre Pläne für eine Bürgerbefragung zum Rathausneubau weiter konkretisiert. „Unserer Vorstellung nach soll die Abstimmungsfrage ganz klar mit Ja oder Nein beantwortbar sein“, erklärt GRÜNEN Fraktionschef Dr. Peter Koswig. Die Abstimmungsfrage würde dann lauten, „Befürworten Sie die vom Magistrat vorgelegten Pläne für einen Rathausneubau?“.

Damit einher gehen müssten Informationsangebote und eine hinreichende Konkretisierung des Projekts durch die Stadtverwaltung. " Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger in einer so weitreichenden Entscheidung mitnehmen. Sie sollten Fragen stellen dürfen und Antworten bekommen. Offenheit, Transparenz und Bürgernähe sind gefragt", sagt Grünen Stadtverordnete Heike Kramer. Sie erwarte nun eine stärkere Einbeziehung der Bürgerschaft in den Planungs- und Entscheidungsprozess.

Nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung müsse aber eine Bürgerbefragung stehen. „Eine Bürgerbefragung ist eine Abstimmung der Bürgerinnen und Bürger über eine konkrete Sachfrage. Da sie bislang nicht in der Hessischen  Gemeindeordnung vorgesehen ist, ist sie zwar rechtlich  nicht bindend, allerdings sehen wir die politischen Gremien dann verpflichtet, sich an das Bürgervotum zu halten“, so Dr. Koswig weiter.

Um Mehraufwand zu verhindern, solle die Bürgerbefragung parallel zur Landratswahl stattfinden. Diese wird voraussichtlich Anfang Juli 2015 stattfinden. „Dann müssten nicht extra Wahlvorstände gebildet werden und der zusätzliche Aufwand wäre sehr überschaubar“, erläutert Kramer.

Nach Auffassung der GRÜNEN ist es in der derzeitigen finanziellen Situation der Stadt unablässig, vor solch weitgehenden Verpflichtungen die Bürgerinnen und Bürger zu befragen. „Die Stadt musste zahlreiche freiwillige Leistungen kürzen und auch in diesem Jahr die Steuern erhöhen und trotzdem erreichen wir keinen Haushaltsausgleich. Daher braucht dieses große Projekt maximale Akzeptanz in der Bevölkerung.
"Um die Bürger wieder näher in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, sollte es bei Großprojekten selbstverständlich sein, neue Formen der Bürgerbeteiligung zu etablieren. Dies sollte man als Chance und nicht als Bedrohung sehen ", betont Heike Kramer. Dabei befürworten die GRÜNEN die bisherigen Planungen vom Stadtbauamt. „Der Entwurf ist schlüssig und der Neubau notwendig. Wir brauchen eine leistungsfähige Verwaltung mit verbesserten Arbeitsbedingungen für die städtischen Bediensteten. Dies verbunden mit einer energetischen Optimierung sollte ein Garant sein für die nachhaltige Entwicklung unserer Hansestadt. Wir werden daher entschlossen für die Akzeptanz des Projekts werben.“

 
WLZ vom 11.06.2014 - Vorstandswahlen beim Ortsverband Korbach
WLZ vom 11.06.2014 - Vorstandswahlen beim Ortsverband Korbach
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WLZ vom 11.06.2014 - Vorstandswahlen beim Ortsverband Korbach

Gespräch der Grünen mit der Korbacher Hanse

Zu einem Meinungsaustausch trafen sich Mitglieder der Grünen Stadtverordnetenfraktion und des Ortsverbandes Korbach mit Vorstandsmitgliedern der Korbacher Hanse, der Vereinigung der Korbacher Geschäftswelt. Die Delegation der Öko-Partei wurde angeführt von Grünen-Chefin Heike Kramer, die der Hanse vom Vorsitzenden Jürgen Tent.

An diesem Abend wurde zunächst über das neu entstandene Viertel „Hanseplatz“ auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs gesprochen. Hanse und Grüne zeigten sich erfreut, dass hier kein riesiges Shopping-Center mit Tausenden Quadratmetern Verkaufsfläche entstanden ist, sondern überschaubare attraktive Ankermieter nach Korbach geholt werden konnten. Auch die Renaturierung der Kuhbach sei sehr gut gelungen, wenngleich der Gehweg am Ufer entlang etwas zu schmal geworden ist.

Die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass im Rahmen der Korbacher 2-Pole-Strategie auch für das andere Ende der Fußgängerzone von der Waldecker Bank bis zum Rathaus und weiter bis zum alten Marktplatz beim Gasthaus „Zur Waage“ ebenfalls eine attraktive Lösung gefunden werden müsse. Dabei sollte auch der Einbahnstraßenring in Frage gestellt werden.

Auch die Hanse beobachte den Leerstand in der Innenstadt mit Sorge, betonte Vorsitzender Tent. Bei Sonderaktionen im ‚Loch‘ finden die Aktionen/Stände meist nur im unteren Bereich der Fußgängerzone vom Loch bis zum Bahnhof statt – der Bereich ab Buchhandlung Schreiber bis zur Waldecker Bank bleibt zu oft außen vor. Heike Kramer, Grüne Stadtverordnete, ergänzte: „Wir Grünen wünschen uns mehr Restaurationsbetriebe in der Fußgängerzone mit Gelegenheit zum Verweilen,  Sitzen und Essen im Freien. Da hat Korbach Nachholbedarf.“

Hanse und Grüne bemängelten die schlechte Ausschilderung für Radtouristen. Vom Bahnhof aus sei der Bahntrassen-Radweg kaum auffindbar und der Hessenradweg R 5 verläuft immer noch über den Südring an der Innenstadt vorbei.

Konsens war auch, dass der Bauernmarkt auf dem Obermarkt attraktiver gestaltet oder verlegt werden und leichter erreichbar sein müsse. Hier müssten die Betreiber und der Wirtschaftsförderer eine Lösung finden, die den Markt aufwerte, wie das in Frankenberg gelungen sei. Überlegenswert wäre der Bereich am Bürgerhaus/CorVita, der Bereich „Tiefebene“ in der Fußgängerzone oder die Flechtdorfer Straße im Bereich des Parkhauses.


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